BMW Frankfurt Marathon setzt Maßstäbe : BMW Frankfurt Marathon

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Ein Trio auf dem Weg zu Weltklassezeiten: Wilson Kipsang (links), Peter Kirui (verdeckt) und Levy Matebo.

Der BMW Frankfurt Marathon war am 30. Oktober 2011 ein Rennen der Rekorde. Gleich mehrfach wurden dabei neue Maßstäbe gesetzt. Wie erfolgreich dieses Rennen wirklich war, stellte sich jetzt im Nachhinein heraus, nachdem die Resultate mit entsprechenden Statistiken verglichen wurden. Während Sieger Wilson Kipsang (Kenia) mit seiner famosen Siegzeit von 2:03:42 Stunden den Weltrekord um lediglich vier Sekunden verpasste, fielen unmittelbar danach andere Bestmarken.

Dass 14 Läufer in einem Marathon unter 2:10 Stunden blieben, ist einmalig in der Geschichte des Rennens über die klassischen 42,195 km. Doch Weltrekorde (die natürlich nicht offiziell anerkannt werden) sind auch die folgenden Ergebnisse, die die enorme Breite in der Spitze dokumentieren: 19 Läufer blieben unter 2:11:00 Stunden und 22 Athleten kamen unter 2:12:00 ins Ziel. Nie zuvor, so berichtet ,Race Results Weekly’, waren Läufer zudem in einem Marathon auf den Rängen 13 bis 26 so schnell wie in Frankfurt. Der Kenianer Edwin Yano lief 2:12:50 Stunden und belegte damit trotzdem nur Rang 26.

Dass insgesamt 29 Läufer unter 2:15:00 Stunden blieben, gab es im deutschsprachigen Raum noch nie. Sechs Athleten kamen unter 2:07:00 ins Ziel, was auf deutschem Boden ebenfalls einmalig ist. Acht der ersten zehn Männer erreichten persönliche Bestzeiten.

Auch bei den Frauen – hier gewann die Äthiopierin Mamitu Daska in der sechstbesten Zeit des Jahres, 2:21:59 Stunden – war die Breite in der Spitze stark. Zwölf Läuferinnen kamen bei den fast idealen Bedingungen in unter 2:30 Stunden ins Ziel – das ist in Deutschland einmalig für einen City-Marathon (lediglich bei der WM in Berlin 2009 waren es noch ein paar mehr).

Was die Siegzeiten von Männern und Frauen betrifft, war der Frankfurt-Marathon der neunbeste Marathon aller Zeiten. Zusammengerechnet ergeben die beiden Siegzeiten 4:25:41 Stunden. Nur achtmal gab es bisher noch bessere Werte.

Aufgrund der Weltklassezeiten ist Frankfurt zudem in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen aller Zeiten (basierend auf dem Durchschnitt der zehn schnellsten je bei einem Rennen gelaufenen Zeiten) von Rang neun auf Platz fünf nach vorne gesprungen. Frankfurts Zeit neue Durchschnittszeit steht bei 2:05:45,5 Stunden. Schneller sind nur noch Rotterdam, Berlin, Boston und London, während der Frankfurt Marathon nun sogar Chicago überholt hat.

Auch breitensportliche Rekorde stellte der Frankfurt Marathon bei seiner 30. Auflage auf. Die Rekordzahl von 15.210 Läufern hatte für das Jubiläumsrennen gemeldet. Von ihnen erreichten am Sonntag 12.436 (10.052 Männer und 3.384 Frauen) das Ziel, was natürlich ein Veranstaltungsrekord ist. Damit ist der Frankfurt-Marathon in Deutschland breitensportlich jetzt die klare Nummer zwei hinter Berlin.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net