Dieter Baumann: „Sie machen etwas ganz Elitäres“: BMW Frankfurt Marathon

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Foto: Patrick Liste

Noch 32 Tage. Viel ist das nicht mehr. Etwas mehr als ein Monat. Vier Wochen, um sich den letzten Feinschliff für den BMW Frankfurt Marathon am 27. Oktober zu holen. Doch was tun? Es gibt etliche Autodidakten und es gibt Läuferinnen und Läufer, die auf bekannte Fachliteratur oder auf einen Personaltrainer vertrauen, den Chef eines Lauftreffs oder auf ein Marathonprojekt. Und es gibt eine wachsende Gruppe, die sich darüber hinaus bei den Experten-Talks in der BMW Niederlassung Frankfurt informieren lassen. Zum Abschluss der diesjährigen Vortragsreihe war Lauflegende Dieter Baumann zu Gast. Und der 48-Jährige begeisterte die 350 Anwesenden (Rekordbesuch) mit einem neuen Argument. Denn: Jährlich absolvieren nur etwa 100.000 bis 150.000 Deutsche einen Marathonlauf – was man einerseits als Minderheitenprogramm durchgehen lassen könnte. Nicht so Baumann. „Liebe Leute“, meinte der Tübinger. „Sie machen etwas ganz Elitäres.“ Oder, etwas anders gesprochen: „Ihr seid die Elite!“ Das war mal ganz andere Motivationskunst.Baumann ist alles in einer Person. Olympiasieger 1992, Marathon-Finisher in Frankfurt (2007 in 2:30 Stunden/als Hobbyläufer), beim BMW Frankfurt Marathon am 27. Oktober auch Kommentator für das hr fernsehen, Kabarettist, Markenbotschafter des Sportartikel-Herstellers ACICS, der am Frankfurter Rennwochenende mit seiner Aktion „Better your best“ vor Ort präsent ist – und natürlich gesegnet mit Fachkenntnis. Und so lautete seine erste Botschaft: „Training kann man nicht aufholen.“ Soll heißen: Wer jetzt nicht gut vorbereitet ist, wird (und sollte) das Versäumte nicht nachholen. Doch was empfiehlt Baumann für die verbleibenden vier Wochen? Drei lange Läufe über maximal drei Stunden bzw. maximal 30 Kilometer, und zwar am 29. September, 6. und 13. Oktober. Für all jene im Leistungsbereich von 3:30 bis 3:45 Stunden ferner Fahrtspiele und Tempodauerläufe, in der nächsten und übernächsten Woche zudem einen langsamen Lauf über 30 Minuten. Die klare Baumannsche Ansage für die direkte Wettkampfvorbereitung: Regeneration. „Lasst Luft ran“, nennt er das. Körper und Geist sollen sich erholen, die Speicher auffüllen. Und vor dem Rennen, so Baumann, keine Testläufe absolvieren, keine Diäten beginnen, sondern normal Essen (ohne Kohlenhydratmast) und viel Trinken (aber wenig Alkohol) sowie ausreichend Schlaf finden.    Und für alle, die es noch nicht wussten, gab es weitere Tipps und Ratschläge.-     Wer krank oder verletzt ist, sollte nicht starten-     Beim Trinken keine Experimente-     Die Fußnägel pflegen-     Nur bereits „eingelaufene“ Laufschuhe tragen-     Keine endlosen Kilometer auf der Sportartikelmesse Marathonmall absolvieren-     Bei der Pasta Party nicht als Letzte(r) die Türe zuschließen-         Kleidung für alle Wettersituationen bereit halten-     Vier bis fünf Stunden vor dem Startschuss aufstehen    Auch die Befürchtung, in der Nacht vor dem Frankfurt-Start am 27. Oktober womöglich keinen Schlaf finden zu können, nahm Baumann den Anwesenden. „Ich habe 1992 in Barcelona vor dem olympischen Finalrennen über 5.000 Meter auch nicht geschlafen, das ist fast normal. Ruhen ist so gut wie schlafen.“ Und, die letzte Botschaft vor dem großen Rennen in Frankfurt: „Ihr habt Euer Ziel selbst gewählt! Beweist, dass Ihr es könnt!“Der 3. Experten-Talk in der BMW Niederlassung Frankfurt wurde unterstützt vom Marathon-Hörfunkpartner hr1, der Sportagentur „motion events“, Mix am Mittwoch, Querbeet, Rosbacher, Radeberger, ASICS, Polar und dem Frankfurter Laufshop unterstützt. Durch den Abend führte hr1-Moderator Kai Völker.