Daska, Bekele und Melkamu auf Streckenrekordjagd: BMW Frankfurt Marathon

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Auch die Frauen sind bereit für ein sehr schnelles Rennen beim BMW Frankfurt Marathon am Sonntag. Dabei zeichnet sich ein hochklassiger äthiopischer Dreikampf ab. Titelverteidigerin Mamitu Daska trifft auf Bezunesh Bekele und die Debütantin Meselech Melkamu. Der Streckenrekord von Mamitu Daska (2:21:59 Stunden) könnte dabei deutlich unterboten werden. Vielleicht gibt es in Frankfurt sogar zum ersten Mal eine Zeit von unter 2:20 Stunden.„Ich spüre keinen Druck als Titelverteidigerin. Wenn das Wetter gut ist, dann will ich schneller laufen als vor einem Jahr. Ich hoffe auf ein Ergebnis von 2:19 Stunden, vielleicht sogar 2:18“, erklärte die 29-jährige Mamitu Daska, die damit sogar in den Bereich der Jahresweltbestzeit von Mary Keitany (Kenia) kommen könnte, die in London mit 2:18:37 Stunden gewonnen hatte. Offiziell ist eine Halbmarathon-Zwischenzeit von 70:30 Minuten angedacht, doch Christoph Kopp, in Frankfurt für das Elitefeld zuständig, kann sich vorstellen, dass die Äthiopierinnen kurzfristig deutlich schneller laufen werden.„Mein Ziel ist es, am Sonntag ein gutes Rennen zu laufen. Aber es ist schwer zu sagen, was passieren wird, denn ein Marathon ist lang, 42 Kilometer. Und Training und Wettkampf sind zweierlei“, sagt Bezunesh Bekele, die mit ihrer Bestzeit von 2:20:30 Stunden die schnellste im Feld ist. Dieses Ergebnis erreichte die 29-Jährige im Januar in Dubai, wo sie Vierte wurde. Dass dies nicht gut genug war für eine Olympia-Nominierung, war keine große Enttäuschung für Bezunesh Bekele. „Das war kein Problem für mich, ich habe mich stattdessen langfristig auf Frankfurt vorbereitet.“ Bezunesh Bekele hat in Addis Abeba wöchentliche Kilometerumfänge zwischen 160 und 170 km absolviert. Ihre Trainingspartnerin ist dabei Meselech Melkamu. Die zweitschnellste 10.000-m-Läuferin aller Zeiten – ihre 29:53,80 Minuten aus dem Jahr 2009 sind immer noch Afrikarekord – hat sich kurzfristig entschlossen, beim BMW Frankfurt Marathon ihr Debüt zu laufen. „Ich habe sehr gut trainiert und versuche ein gutes Debüt zu laufen. Ich werde versuchen zu gewinnen“, sagte die 27-Jährige. Meselech Melkamu ist im Wettkampf nie länger als 10 km gelaufen, doch im Training rannte sie in Addis Abeba Strecken von bis zu 40 km Länge. 

„Ich werde mich in der Zukunft auf die Marathonstrecke konzentrieren“, sagte Meselech Melkamu und fügte hinzu: „Mein Ziel ist es, über die Marathondistanz genauso gute Zeiten zu erreichen wie über 10.000 Meter.“ Die Äthiopierin wird mit der Glücksnummer F7 an den Start gehen – und mit einer neuen Haarfarbe. Goldblond statt schwarz ist angesagt. „Für mich beginnt mit dem Wechsel zum Straßenlauf ein neuer Abschnitt meiner Karriere, deswegen wollte ich auch eine neue Haarfarbe haben.“