5.1.: Die „kleine“ Dibaba überrascht die Favoritinnen beim Crossrennen in Edinburgh: BMW Frankfurt Marathon

0
5

Noch läuft Fionnuala Britton in der zweiten Reihe, doch am Ende war sie im Frauen-Teamrennen ohne afrikanische Konkurrenz vorne.

Der Kampf zwischen der 5000-m-Olympiasiegerin Meseret Defar (Äthiopien) und der Weltmeisterin über diese Strecke, Vivian Cheruiyot (Kenia), endete beim Bupa Great Edinburgh Cross Country-Rennen am Sonnabendnachmittag mit einer Überraschung. Denn keine der beiden Topfavoritinnen war am Ende der schweren 3-km-Strecke durch den 
Holyrood Park vorne. Die Siegerin hieß Genzebe Dibaba (Äthiopien), die jüngere Schwester der 10.000-m-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba.

Im wohl hochkarätigsten Frauen-Crossrennen vor den Weltmeisterschaften im polnischen Bydgoszcz am 24. März triumphierte die erst 21-jährige Genzebe Dibaba in 9:46 Minuten mit fünf Sekunden Vorsprung vor Meseret Defar. Die frühere 10.000-m-Weltmeisterin Linet Masai (Kenia/2009) wurde Dritte mit 9:55. Ihr folgten Sofia Assefa (Äthiopien/9:56) und Vivian Cheruiyot (10:05), die sich als aktuelle Cross-Weltmeisterin mit Rang fünf zufrieden geben musste. Die Britin Emily Stewart war als Sechste die beste nicht-afrikanische Läuferin in diesem Rennen (ebenfalls 10:05).

Nachdem Meseret Defar in der letzten Runde die Führung übernommen hatte und Linet Masai nicht mehr mithalten konnte, sprintete Genzebe Dibaba im Stil ihrer älteren Schwester rund 400 Meter vor dem Ziel an die Spitze und davon. Es sei ein unerwarteter Sieg, erklärte Dibaba, die 2008 in Edinburgh bei den Cross-Weltmeisterschaften bereits den Juniorinnen-Titel gewonnen hatte. Meseret Defar war nicht enttäuscht: „Genzebe hat verdient gewonnen, und sie hat mehr Erfahrung im Crosslaufen als ich. Ich bin zuletzt vor acht Jahren bei einem Cross an den Start gegangen. Ich bin gut gelaufen, und das ist eine gute Vorbereitung für die Bahnsaison.“ 

Vier weitere Crossrennen – darunter auch zwei Juniorenläufe – wurden bei der Veranstaltung in der Form eines Team-Wettkampfes organisiert. Dabei gewann die europäische Mannschaft mit 154 Punkten vor Großbritannien (175) und den USA (201). Beim 8-km-Lauf der Männer setzte sich Bobby Mack (USA) in 24:27 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor Ayad Lamdassem (Spanien-Europa) und Andy Vernon (Großbritannien/24:29) durch. Wie im Vorjahr war Crosslauf-Europameisterin Fionnuala Britton über 6 km nicht zu schlagen. Die Irin (Team Europa) gewann – trotz eines Sturzes 800 Meter vor dem Ziel – überlegen mit 20:40 Minuten vor Adrienne Herzog (Niederlande-Europa/20:36) und Mattie Suver (USA/21:00). „Ich weiß, dass ich eine gute Crossläuferin bin. Aber mein Ziel ist es in diesem Jahr vor allem, mich über die Bahn-Langstrecken zu verbessern“, erklärte Fionnuala Britton.

Text: race-news-service.com
Foto: Nova International