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21.4.: Eliud Kipchoge läuft Streckenrekord

Eliud Kipchoge lief ein Top-Debut.

Eliud Kipchoge hat mit einem glänzenden Marathon-Debüt sowie einem Streckenrekord den Hamburg-Marathon gewonnen. Der Kenianer lief nach 2:05:30 Stunden mit über zwei Minuten Vorsprung ins Ziel und sorgte für die überragende Leistung des Tages. Der 28-Jährige, der vor zehn Jahren Weltmeister über 5.000 m wurde und über diese Strecke zwei olympische Medaillen gewann (Dritter 2004 und Zweiter 2008), erreichte eine der besten Zeiten eines Debütanten im Marathon.  In der Jahresweltbestenliste sortiert sich Eliud Kipchoge auf dem sechsten Rang ein. 

Zweiter wurde in Hamburg der Äthiopier Limenih Getachew mit 2:07:35. Mit ebenfalls größeren Abständen folgten Lawrence Kimaiyo (Kenia/2:10:27) und Belay Asefa (Äthiopien/2:11:53) auf den Rängen drei und vier. Schnellster Deutscher war Jan Oliver Hämmerling auf Rang 18 mit 2:27:15.

Deutlich schwächer war erwartungsgemäß das Hamburger Frauenrennen. Hier blieb nur eine Läuferin unter 2:30 Stunden: Diana Lobacevske (Litauen) siegte mit 2:29:17 Stunden vor Maja Neuenschwander (Schweiz/2:30:50) und Priscilla Lorchima (Kenia/2:31:23). Nach einem Sturz bei Kilometer 8 lief Lisa Hahner auf Rang vier in 2:31:49 ins Ziel und verpasste damit die avisierte WM-Qualifikation. Eine starke Steigerung um fast fünf Minuten schaffte Katharina Heinig. Sie wurde Siebente mit 2:34:20.

Rund 12.500 Marathonläufer gingen bei guten Wetterbedingungen in Hamburg an den Start. Mit einer Schweigeminute vor dem Start drückten die Teilnehmer den Opfern des Attentats vom Boston-Marathon ihr Mitgefühl aus. Dort waren am vergangen Montag drei Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben gekommen und über 170 verletzt worden.

Im Rennen der Männer führten Tempomacher die Spitzengruppe nach 63:13 Minuten über die Halbmarathonmarke. Knapp zehn Kilometer vor dem Ziel war es dann Eliud Kipchoge, der das Tempo forcierte und sich absetzte. Einen jedoch wurde der Kenianer nicht auf Anhieb los: Limenih Getachew heftete sich an die Fersen des Debütanten. Doch noch vor der 35-km-Marke konnte auch der Äthiopier nicht mehr mithalten. An diesem Punkt hatte Eliud Kipchoge dann bereits einen Vorsprung von 14 Sekunden. 

„Es war ein tolles Debüt für mich, und ich denke, dass ich mich in der Zukunft sicherlich noch steigern kann.“ Gut möglich, dass Eliud Kipchoge der nächste große kenianische Marathonläufer wird. 

Im Rennen der Frauen hatte eine Gruppe mit afrikanischen Athletinnen an der Halbmarathonmarke mit einer Durchgangszeit von 1:13:53 Stunden bereits einen guten Vorsprung. Doch in der zweiten Hälfte kam Diana Lobacevske nach einer Halbmarathonzeit von 1:15:21 immer dichter an die Spitze heran. Bei Kilometer 35 lag sie nur noch wenige Sekunden hinter der Kenianerin Priscilla Lorchima und der noch knapp führenden Äthiopierin Kidist Fiseha, die dann sehr stark einbrach und am Ende mit 2:42:59 Elfte wurde. Kurz darauf war die 32-jährige Diana Lobacevske alleine vorne und lief schließlich mit 2:29:17 zur zweitschnellsten Zeit ihrer Karriere. Ihre persönliche Bestzeit steht bei 2:28:03.

Pech hatte Lisa Hahner nach rund acht Kilometern. Sie fiel über den vor ihr laufenden, gestürzten Tempomacher, konnte aber sofort wieder weiterlaufen – wenn auch mit blutigen Knien. Nach 1:15:21 Stunden erreichte Lisa Hahner die Halbmarathonmarke. Zu dieser Zeit lag sie gleichauf mit der späteren Siegerin und damit wäre die Marathon-WM-B-Norm von 2:30:30 Stunden noch erreichbar gewesen. Doch in der zweiten Hälfte wurde Lisa Hahner etwas langsamer. „Ich musste heute von Anfang an sehr konzentriert und fokussiert laufen. In Frankfurt hatte ich das Gefühl, über die Strecke zu fliegen, hier in Hamburg war es richtig harte Arbeit für mich. Ich nehme sehr viel mit aus dem Rennen, nämlich auch dann gut zu laufen, wenn es nicht so einfach rollt“, erklärte Lisa Hahner später auf ihrer Webseite.

Text: race-news-service.com
Foto: Hamburg-Marathon/Hochzwei


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