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28.9.: Geoffrey Mutai bereit für die Berliner Weltrekordjagd

Geoffrey Mutai nach seinem Sieg beim Boston-Marathon 2011.

Geoffrey Mutai ist bereit für den BMW Berlin-Marathon. Der 30-jährige Kenianer will am Sonntag seine Karriere krönen und den Weltrekord angreifen, den sein Landsmann Patrick Makau im vergangenen Jahr in Berlin mit 2:03:38 Stunden aufstellte. „Das Training lief gut, ich bin entsprechend vorbereitet. Aber ich kann natürlich vorher nicht sagen, ob es klappt mit dem Weltrekord.  Ich werde mein Bestes geben“, sagte Geoffrey Mutai während der Pressekonferenz am Freitag.

Geoffrey Mutai ist der Star des Rennens, bei dem am Sonntag 40.987 Läufer aus 125 Nationen um 9 Uhr an den Start gehen. Der Kenianer kommt zwar schon als schnellster Marathonläufer aller Zeiten nach Berlin, aber er ist nicht der Weltrekordler. In Boston gewann Geoffrey Mutai im April 2011 mit sensationellen 2:03:02 Stunden. Da die Punkt-zu-Punkt-Strecke an der US-Ostküste nicht die Voraussetzungen für die Anerkennung von Rekorden erfüllt, ist Patrick Makau der Weltrekordler. Das will Geoffrey Mutai am Sonntag ändern.

„Es ist schwierig meine derzeitige Form mit der des vergangenen Jahres zu vergleichen“, sagte Geoffrey Mutai und fügte hinzu: „Es ist immer mein Ziel, meine persönliche Bestzeit weiter zu verbessern. Ich werde am Sonntag den Tempomachern folgen, und wir wollen die erste Hälfte in etwa 61:40 Minuten absolvieren.“ Drei der vier Tempomacher für die Führungsgruppe kennt Geoffrey Mutai gut – sie kommen aus seiner Trainingsgruppe. Das dürfte im Rennen ein Vorteil sein.

Trotz seiner Siege in Boston und New York (2:05:06 Stunden) im vergangenen Jahr – Geoffrey Mutai ist der erste Läufer, dem es gelang im selben Jahr bei beiden US-Rennen den Kursrekord zu brechen – wurde er nicht für die Olympischen Spiele nominiert, nachdem er in Boston in diesem Jahr in einem Hitzerennen ausgestiegen war. Dass er nicht im Team für London war, „hat mich enttäuscht“. „Aber dadurch ist die Motivation noch größer, jetzt in Berlin sehr schnell zu rennen“, erklärte Geoffrey Mutai, der vor zwei Jahren beim BMW BERLIN-MARAHTON bereits Zweiter war mit 2:05:10 Stunden. Damals unterlag er erst im Schlusssprint seinem Landsmann Patrick Makau.

Auf die Frage, ob er sich nach seinen Siegen in Boston und New York im vergangenen Jahr als bester Marathonläufer der Welt einschätzt, antwortete Geoffrey Mutai: „Ich bin noch nicht so weit, dass ich das sagen kann. Es ist mein Ziel, die Nummer eins zu sein und ich bin auf dem Weg dahin.“

Wenn Geoffrey Mutai am Sonntag ins Ziel am Brandenburger Tor läuft, erhält er wie alle anderen Läufer die Finisher-Medaille. Auf der wird er ein bekanntes Konterfei entdecken: Patrick Makau ziert in diesem Jahr die Medaillen des BMW BERLIN-MARATHON!

Entwicklung von Geoffrey Mutai

Geoffrey Mutai ist das älteste von neun Kindern und wurde im Koibatek District im Great Rift Valley geboren. Schon als 12-Jähriger begann er mit dem Laufsport in der Schule und erreichte später internationalen Standard. Doch er konnte von dem Sport nicht leben und arbeitete schließlich für die Elektrizitätswerke. Er fällte unter anderem Bäume, die für Strommasten benötigt wurden. „Nach einer Weile merkte ich, dass mir das Laufen fehlte. Also rannte ich jeden Morgen vor der Arbeit.“ Als er mit 23 Jahren seine Arbeit verlor, begann Geoffrey Mutai wieder mit richtigem Training. Er brauchte mehrere Anläufe und Glück, um schließlich eine echte Chance zu bekommen. Nachdem er beim Eldoret-Marathon 2007 Zweiter wurde, wurde Gerard van de Veen auf ihn aufmerksam. Der Manager bot ihm an, ihm einen Start bei einem Rennen in Europa zu vermitteln. Der Kenianer nutzte die Chance seines Lebens: Geoffrey Mutai gewann im März 2008 den Monte Carlo-Marathon in 2:12:40 Stunden.

Geoffrey Mutai, der mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Eldoret lebt, hat keinen Coach. Er trainiert sich selbst. „Ich habe mein eigenes Trainingsprogramm, das ich für unterschiedliche Distanzen anpassen kann. Ich mache mein Training lieber ohne Trainer, dann kann ich es besser auf mein nächstes Rennen abstimmen.“ Dennoch trainiert er nicht alleine, sondern in einer großen Gruppe und immer wieder mit anderen Weltklasseläufern. Wenn er sich auf einen Marathon vorbereitet, absolviert er bis zu 240 Kilometer in der Woche. Dann geht er ins Trainingscamp nach Kapngetuny, das rund 50 km von Eldoret entfernt liegt.

Geoffrey Mutais Marathonläufe:

1. Monte Carlo 2008        2:12:40
1. Eindhoven 2008        2:07:50
8. Daegu (Südkorea) 2009     2:10:45
1. Eindhoven 2009        2:07:01
2. Rotterdam 2010         2:04:55
2. Berlin 2010            2:05:10
1. Boston 2011        2:03:02
1. New York 2011         2:05:06
    Boston 2012        ausgestiegen

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net


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